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Nachdem wir nun gut 24 Stunden und mehr darum gerungen haben, unseren kleinen Mopsjungen nicht in den Hundehimmel reisen zu lassen, erinnerte heute Post von unserer Stadtverwaltung daran, was ein Hund in Deutschland indirekt ist: Steuerzahler. So wie wir Menschen eben auch. Für unsere beiden Möpse bedeutet das im Jahr 160 Euro an städtischen Einnahmen.

Noch ist ja unser Kleiner nicht über den Berg, wie es immer so nett ausgedrückt wird. Aber er ist nun nahe dran. Allein durch den gewollten Wasserverlust reduzierte sich sein Körpergewicht um 1,3 Kg. Eine doch enorme Menge, vor allem wenn man bedenkt, dass er zuvor 9,7 Kg wog. Obwohl nun vom Gewicht her „entlastet“ ist er dennoch sehr schwach und wacklig auf seinen Pfoten. Seit Samstagmittag hat er nichts gefressen. Nun beginnt er wenigstens wieder zu saufen, was natürlich den Genesungsprozess nicht unbedingt unterstützt, da wir noch immer bemüht sind, Wasser aus seinem Körper heraus zu bekommen. Aber total ohne Wasser gibt es nun mal auch kein Mopsleben im Mopskörper. Nur muss das Wasser eben auch an jenen Stellen sein, wo es zum Leben gebraucht wird und nicht dort, wo es Leben verhindert.

Mit Hilfe von Tabletten haben wir am Sonntag begonnen, das Wasser zum Verlassen des Mopskörpers zu bringen. Mopsi schlief und das Wasser entwich seinem Körper. In seinem Körbchen wurde es nass und Mopsi wurde wach. Durch Herrchen heraus geholfen, lief das Wasser dann auch draussen aus Mopsi und verwandelte nun unser Wohnzimmer teilweise in eine Seenlandschaft. Ich frage mich noch immer, wie so viel Wasser in einen so kleinen Mops passen kann. Nachdem das nasse Innenleben des Körbchens gegen ein trockenes gewechselt und Mopsi wieder hinein gelegt worden war, schlief er weiter. Seine Medikamente gaben wir ihm mit einer kleinen Spritze, tröpfchenweise auf seine Zunge, weil er sich so wenigstens nicht wehrte, etwas zu sich zu nehmen.

Da wir die Zeiten zur Verabreichung der Tabletten möglichst exakt festgelegt und  eingehalten haben, konnten wir nun auch in etwa sagen, wann die entsprechende Wirkung eintreffen wird.  Somit waren wir für die Nacht etwas besser vorbereitet und das Mopsbettchen blieb diesmal trocken. Anders jedoch unser Wohnzimmer, es wurde erneut eine Seenlandschaft. Aber am Morgen klappte es und wir hatten Spike zuvor auf eine kleine Wiese am Haus gestellt, damit er dort das Wasser entweichen lassen konnte.  Das Gras auf der Wiese freute sich bestimmt. Ebenso erging es dem Tierarzt, als er Spike gestern wieder sah. Mopsi konnte schon auf eigenen Pfoten in der Praxis stehen, lies auch alle Untersuchungen geduldig über sich ergehen und vor der Praxis vor und nach dem Besuch eine große Pfütze. Die Tablettendosis konnte reduziert und ein neuer Termin vereinbart werden. Damit der kleine Mopskörper auch „Nährstoffe“ bekommt, ohne dass Mops frisst, gibt es von nun ab auch „Kosmonautennahrung für Mops Spike“

Diese Nahrung vermischen wir mit den pulverisierten Tabletten und zum Nachtisch gibt es auch ein wenig Wasser. Mopsi wird seit dem ab und an auch wieder ein klein wenig mopsig frech, bellt auch mal wieder, aber schläft sehr viel. Durch die festen Einnahmezeiten der Tabletten hat Spike somit einen festen Essenszeitenplan. An diesen Plan ausgerichtet, haben wir nun auch einen Gassi-Plan, womit auch das Wohnzimmer nun weniger von Herrn Mops geflutet werden wird. Die Rettung von Mops Spike dem städtischen Steuerzahler ist also voll von  kleinen Plänen. Und bisher sieht es auch so aus, als ob die Rettung gelingt.

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