Schlagwörter

, , , , , , ,

Zum Ende des vergangenen Jahres, kurz vor Weihnachten also, ging es erneut los. Die Demodex-Milben haben offenbar diesmal ganze Arbeit im Körper dieses kleinen Kerls geleistet. Die Medikamente brachten diesmal nur ein wenig Erfolg. Das verloren gegangene Fell, begann wieder zu wachsen. Aber im gleichen „Atemzuge“ sozusagen, begann auch Spike weniger zu fressen und sich dafür mehr zu erbrechen.
Nicht das er sein Fressen jedesmal wieder hinaus befördert hätte, das Erbrochene war immer in der Hauptsache Schleim gewesen. Zuerst grün bis gelb, dann zunehmend weiß, zuletzt jedoch immer mehr ins braune gehend. Er wollte wenigstens noch immer sein Fressen. Auch gestern war es so noch gewesen.
Gestern nun hatten unsere beiden Möpse Besuch: Malteserfräulein Casey fand sich pünktlich zum gemeinsamen Fressen ein. Die Freude ist immer sehr groß, wenn das Rudel einmal komplett ist: Die Möpse Spike und Lilly, die Malteserfrau Casey, die Menschenkinder vom Caseyfrauchen und natürlich auch Mops-Frauchen und Mops-Herrchen. Während die beiden Vierpfoten-Damen ihr jeweiliges Napf förmlich im Sturm nahmen, prüfte Spike wie immer erst, was denn da so leckeres drin war. Statt fressen jedoch, erbrach er sich plötzlich und verlor auch das Bewusstsein. Diesmal kam aber das Erbrochene nicht nur aus dem Maul, sondern auch aus der Nase heraus. Wieder ins Leben zurück geholt, wollte er kein Fressen und auch kein Wasser mehr annehmen. 

Da sich sein Zustand bis in den späten Nachmittag nicht änderte, suchten wir die Nummer des Tierarztes, der Bereitschaft hatte. Gut organisiert sieht jedoch vollkommen anders aus, da Tierärzte solche Informationen in aller Regel wohl nur aus eigenem Antrieb und eigenen Kosten irgendwo veröffentlichen und auch für Zeitungen derartige Informationen ohne besondere Relevanz zu sein scheinen. Der nächste Tierarzt, der uns nun helfen konnte, war also ca 50 km weiter nördlich im Oderbruch zu finden. Eine gute Stunde Autofahrt bis dahin.
Wir fuhren los, fragten uns in der Dunkelheit auf den letzten Metern durch. Im Auto neben dem kranken und nur noch hin und wieder röchelnden Mopsjungen, auch unser Mopsmädchen, das total aufgeregt und voller Angst war. Endlich angekommen im Wilhelmshof, erbrachte die Untersuchung keine völlige Klarheit, aber dem kleinen Mopsjungen ein wenig Ruhe. Jedoch änderte sich sein zustand bis in die Morgenstunden des heutigen Tages nicht. Wir befolgten also den Rat des Arztes und telefonierten mit unserem Tierarzt und vereinbarten einen Termin zu einer Praxisnotsprechstunde.
Da Spike nun auch nicht mehr erbrechen konnte [was sollte da auch noch kommen, wenn der Mopsbauch halt leer ist?] und auch immer seltener ansprechbar war, rechneten wir mit schon mit dem Ende seines Erdendaseins. Jedoch wollten wir wissen, was genau los ist. Die Diagnose nach der Untersuchung war dann auch recht endgültig: „Herzversagen infolge eines Lungenödems“ – also war Spike, als er gestern beim Fressen umkippte, schon auf dem Weg in den Hundehimmel gewesen. Wir hatten ihn dabei dann wieder zurück geholt.
Nachdem er ärztlich versorgt worden und das weitere Vorgehen besprochen war, fuhren wir erst einmal nach Hause. Noch immer haben wir die Hoffnung, dass Spike den Weg in den Hundehimmel in den nächsten Tagen nicht gehen wird oder gehen muss. Unser Mopsmädchen Lilly ist noch immer unsere beste Aufpasserin. sie spürt jede Veränderung bei Spike schon, bevor wir sie bemerken können und zeigt sie uns diese an. Viel habe ich dabei in den letzten Stunden schon wieder von beiden Hunden gelernt. Vielen Dank auch schon mal allen, die uns auf G+ und der Mops-Community die Daumen drückten. In der Zeit, in der dieser Beitrag entstanden ist, hat Spike zumindest schon zweimal eine große Seenlandschaft in unserer Wohnung hinterlassen. Auch Wasser, hat er wieder versucht zu saufen. Die Hoffnung, sie stirbt zuletzt

Advertisements