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Am Samstag waren Lilly-Frauchen und Casey-Frauchen zum Tierarzt gefahren, weil sich Kätzchen Teufelchen seit zwei Tagen nur noch übergeben hat. Teufelchen erblickte im Mai diesen Jahres das Licht der Welt und wohnt beim Freund von Casey-Frauchen. Insofern gehört auch Teufelchen quasi irgendwie mit zur Familie, wenn auch nicht direkt zum Rudel. Weil nun Lilly-Frauchen gerade mal beim Tierarzt war und sich Lilly’s Angst-Attacken sowie die daraus resultierende Atemnot bei der derzeit herrschenden Hitze ( die Temperaturen an den Hundstagen sind auch für Hunde nicht gerade angenehm ) in den vergangenen Tagen noch verstärkten, fragte sie gleich einmal nach, was man tun könne, um Lilly zu helfen. Da Lilly nicht mit gefahren war, gab es sozusagen als Schnell-Lösung eine Prednisalon-Tablettenkur. Eine solche Kur hatte vor fünf Monaten schon einmal eine Linderung für Lilly gebracht.

Da Herrchen und Frauchen mal eine Woche gemeinsam Urlaub machen dürfen und das Casey-Frauchen auch zum Arzt musste, ging es heute gleich noch einmal nach Frankfurt (Oder). Die gut 27 Kilometer Autofahrt waren an sich durch die Hitze nicht besonders angenehm, vor allem für Lilly. Aber die Fahrt schien uns durchaus heute sinnvoll, um so schnell wie möglich einen Plan zu bekommen, mit dem Lilly dauerhaft geholfen werden kann. Schon vor Monaten, also genau zwei Tage nachdem wir Lilly zu uns holten, gab es ja schon einmal eine Andeutung zu einem solchen Plan. Da uns die damaligen Botschaften noch gut in Erinnerung waren, ahnten wir auch heute nichts Gutes.

Als Lilly in der Praxis auf die Wage gelotst worden war, erschien die erste schlechte Nachricht gleich auf dem Display der Wage: 10,8 Kg wiegt Lilly. Das sind eindeutig 4 Kilo zuviel, oder anders gesagt: Lilly schleppt in der Hitze über 50% ihres idealen Mopsgewichtes zuviel mit sich herum. Was würden wir Menschen in so einem Falle wohl machen? Abnehmen wollen! Genau das ist hier wohl leichter festgestellt als dann auch getan. Es geht immerhin nicht um 100 oder 200 g sondern um 4 Kilo, oder um gut 40% des derzeitigen Gewichtes und Lilly ist ein leidenschaftlicher Fresser. Um sie nicht gleich als kleiner Fresssack zu benennen.
Damit war Schritt 1 des Planes prinzipiell schon einmal klar, bevor der Arzt sich mit Lilly wirklich beschäftigt hatte. Nach einer kurzen Untersuchung ging es dann aber weiter: Es bleibt, am Ende nur bei der schon vor Monaten angedachten Option im Schritt 2. Lilly muss operiert werden. Die Nasenlöcher sind viel zu klein und auch der Rachenraum zu eng. Inklusive einem CT kostet das ganze dann in der Vollversion schlappe 3500,– Euro. Was genau gemacht werden wird, wird besprochen und festgelegt, wenn Schritt 1 getan wurde: Lilly muss abspecken auf 6,5 Kilo.
Genau aus diesem Grunde wurde vorhin dann auch erst einmal gerechnet: Als ausreichend Nahrung, wird für einen Hund im allgemeinen ca 2% seines Körpergewichtes angesehen. Zwar ist ein Mops nicht einfach so ein Hund, aber letztlich kann auch er es nicht leugnen zu den Hunden zu gehören. Demnach wären für Lilly 130 bis 150 g Nahrung täglich ausreichend. Als ich diese Futtermenge in Lilly’s Fressnapf tat, um zu sehen wie voll es dann ist, war ich doch erstaunt, wie viel das eigentlich ist. Aber, es ist ja nicht die Ration je Mahlzeit sondern die gesamte Tagesration. Also: inklusive Leckerli und sonstiger kleiner Zwischendurch-Happen egal von wem.  Und genau da gibt es ja immer mal die Ausrede: „Ach kommt, ist doch nur ein gaaanz kleiner Happen. Nicht Lilly?“ Da Lilly sehr gern Fleisch mag, werden wir -vorausgesetzt es mundet der kleinen Dame- wenigstens ein bis zwei Tage in der Woche barfen.  Begonnen wird noch in dieser Woche damit.

Auch dem kleinen Teufelchen geht es besser. Er bekam erst einmal eine Floh- und Wurmkur und behält nun sein Fressen im kleinen Katerbauch. In 4 bis 6 Wochen wird die Kur noch einmal wiederholt.

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