Schlagwörter

, ,

Lilly lebt seit etwa Februar 2013 bei uns. Wir suchten damals einen Spiel- und Lebensgefährten für unseren Spike, der ja damals schon 6 Jahre alt war. Einen Welpen wollten wir wegen des recht großen Altersunterschiedes und wegen des regulären Kaufpreises von bis zu 1800,00 € nicht unbedingt. Wir wollten es erst einmal mit der Suche nach einem „gebrauchten“ Hund versuchen und inserierten daher bei markt.de und eBay-Kleinanzeigen in dieser Angelegenheit. Gleichzeitig wurden wir natürlich selbst suchend aktiv – und fündig.

„Gebe umständehalber Mops ab…“ war im Inserat zu lesen. Den Angaben der Anzeige nach, sollte Lilly 3,5 Jahre alt sein. Wir dachten, das passt und nahmen Kontakt zum Inserenten auf.
lillykoerbchenDas ein Mops, der seine gewohnte Umgebung warum auch immer verlassen muß, mit diesem Besitzerwechsel meist nicht so leicht fertig wird, war uns von vorn herein klar. Wie würden wir Zweibeiner uns fühlen und auch reagieren, wenn wir plötzlich in eine uns vollkommen fremde Umgebung gebracht werden? Zuvor war uns alles bekannt und vertraut, nun aber ist alles neu und auch irgendwie total anders. Damit muß auch ein Mops erst einmal klar wirklich kommen.

Wenige Wochen später, war Lilly bei uns zu Hause. Den Papieren nach, war Lilly entgegen der Angabe im Inserat schon 5 Jahre alt und hatte auch seit Jahren keinen Tierarzt besucht, um zum Beispiel ihre Impfungen zu erhalten. Wir planten also einen Arztbesuch für Lilly in Kürze ein, damit sie ihre Grundimmunisierungen erneut erhalten konnte.

Kaum war Lilly nach der Fahrt in ihr neues Zuhause dem Auto entsprungen, lief sie auch schon geradewegs auf unseren Hauseingang zu, als würde sie den Weg seit Jahren bereits kennen. In der Wohnung angekommen, wurde sie von unserem Besuch, dem Malteserwelpen Casey und auch von Spiky herzlich begrüsst. Die drei Vierbeiner beschnupperten sich und erkundeten danach zum Teil bellend die gesamte Wohnung sehr gründlich und auch ausführlich. Es dürfte keinen Winkel in der Wohnung gegeben haben, den Lilly nicht bereits am ersten Tage kennen gelernt hatte. Es schien also keine Probleme mit Lilly zugeben: Sie fraß von Anfang an nicht nur gut sondern entpuppte sich als kleine Fressmaschine und hatte dabei auch keine Probleme mit ihrer Speisenauswahl.

Bereits am ersten Abend jedoch, als in allen Zimmern das Licht erloschen und es somit stockdunkel in der Wohnung war, bemerkten wir, dass Lilly stark hechelte und sich darin auch regelrecht hinein steigerte. Weder Streicheleinheiten noch gutes Zureden konnten sie in dieser und der nächsten Nacht wirklich beruhigen. Sobald es jedoch im Zimmer zu dämmern begann oder ein Licht an blieb, schlief Lilly ein und atmete ruhig. Im Prinzip hat sich daran bis heute nichts wirklich grundlegend geändert. Sie ist zwar schon wesentlich ruhiger geworden, wenn es dunkel wird und dann auch kein Licht in der Wohnung brennt. Noch immer kommt es aber vor, dass sie Nachts derartige Panikattacken bekommt und somit auch Frauchen und Herrchen bis zum Morgen in Bewegung halten kann. Leider erzählt sie uns selbst zu wenig davon, was sie in diesen Momenten beunruhigt, wodurch es uns nicht so leicht möglich ist, ihr Zielstrebig helfen zu können.

Advertisements