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„Haben Sie aber schöne Möpse“ sagte die junge Frau, die mit zwei kleinen Kindern mir entgegen kam und lachte dabei, während die Kinder den Möpsen freundlich winkten.
Mit den beiden Möpsen spazieren zu gehen, kann nicht nur anstrengend sein. Anstrengend, weil jeder der beiden durchaus seinen eigenen Mops-Dickkopf hat. Aber es macht auch viel Spaß. Nicht nur wegen der schönen Möpse an sich.

tuerschildAls Spiky gerade um die 10 -12 Wochen alt war, gingen wir abends mit ihm ohne Leine unsere ganz kleine Runde. Der Welpe tapste lustig vor sich hin (den Teddybärengang hat er bis heute nicht abgelegt) und schnupperte hier und da. Ab und an versuchte er bereits sein kleines Beinchen zu heben, aber schon damals begrüßt er jeden, den er auf seinem Weg begegnete mit einem mopsfreudigen kleinen Hüpfer. Er wich nie von unserer Seite und bedrängte selbst mit seinem Hüpfer auch niemanden. Das ging gut, bis zu einem Abend.
An jenem Abend gingen wir beide wieder einmal unsere kleine ca 100 Meter lange Runde. Es war gegen 22:00 Uhr und daher nicht mehr unbedingt taghell, als uns eine ältere Dame forschen und eiligen Schrittes entgegen kam. Als sie Spiky, der gerade einen Busch beschnupperte erblickte, schrie sie : „Ich zeige Sie an!“. Verdutzt sah ich die Dame an. „Das ist eine Bestie und ohne Maulkorb! Sie lauern mich hier nur auf, damit der mich anfällt! Ich zeige sie an!“ Schrie es und begann, mit den Füßen nach dem Welpen zu treten. Ich versuchte, den nun verängstigten Welpen auf- und in Schutz zu nehmen. Die Dame indes eilte weiter und brabbelte vor sich hin. Einige Tage danach hatten wir auch Besuch vom städtischen Ordnungsamt. Einen Maulkorb haben wir zwar auch heute für den Mopsrüden nicht, aber ohne Leine gehen wir mit Spike seit dem nicht mehr aus dem Haus. Besser ist es auch.

Hunde haben ein sehr feines Gespür, um Freund und nicht-Freund von einander zu unterscheiden. Es gibt so einige Mitmenschen in unserer näheren Umgebung, auf die Spike sozusagen ein Hundeauge geworfen hat. Das sonst friedliche kleine Speckröllchen wird beim Sichten dieser Zweibeiner regelrecht aggressiv. Ohne Leine ist er da nicht mehr zu halten. Oft hilft auch selbst dann nur ein „auf-den-Arm-nehmen“, um den Rüden sozusagen „runter zu bekommen“. Lilly, die seit etwa Februar 2013 bei uns ist, hat inzwischen eben solche Zielobjekte ausgemacht. In der Regel sind es die selbigen, wie sie auch Spike hat. Treffen wir beim Spaziergang mit den Möpsen auf einen dieser besagten Zweibeiner, dann wird es oft sehr anstrengend die Vierbeiner kurz zu halten. Sprechen sich die beiden Möpse hierzu etwa ab?

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